#talkmitdana - Sex goes on air

Talk mit Dana Bild: Dana Diezemann
Talk mit Dana Bild: Dana Diezemann

Ich war im Radio. Das erste Mal. Ja, diejenigen von euch, die meinen Liebesbrief bekommen, die haben das schon mitbekommen. Heute mag ich noch einmal für die Bloggerwelt dazu einen Einblick hinter die Kulissen geben.

 

Wieso ich das tu? Die Stimmung und die Reaktionen auf diese Sendung waren toll und ich möchte erzählen, was es manchmal bewegen kann, wenn man NUR mal REDET.

 

HILFE - Ich bin zu spät

Ich versuche immer pünktlich zu sein, weil es nichts wertvolleres als Zeit gibt. Davon haben wir nämlich nicht unendlich viel in diesem Leben. Daher Pünktlichkeit als Ausdruck meines Respekts mir und anderen gegenüber. Und alles war wirklich gut, war wirklich gut in der Zeit und dann hab ich den blöden Eingang nicht gefunden.

 

10 Minuten später stehe ich vor Dana - durchgeschwitzt, denn es war einfach zu warm für mich an diesem Tag. "Sorry, ich bin zu spät", hechelte ich sie an. "Kein Problem, es passt alles. Wir gehen erst in 20 Minuten auf Sendung."

 

Vor der Sendung

Ich war nicht nervös. Das bin ich selten, wenn es nur darum geht, dass ich etwas erzählen soll, auf das ich mich nicht 1:1 vorbereiten muss. Denn Dana und ich hatten die Verabredung, dass sie mir Stichworte gibt und ich darf dann einfach erzählen, was mir dazu einfällt. Das kann ich. 

 

Was uns beide beruhigt hat, dass wir technische Unterstützung durch Lea hatten. Die kümmerte sich um die Einstellung, sodass wir nichts mehr machen mussten. DAS hätte mich nervös gemacht.

 

Lea fragte neugierig, um was es denn gehen wird und Dana stellte mich mit ihrer offenen und direkten Art direkt vor. Das finde ich immer ganz entspannt, weil ich dann nur noch ergänzen muss, was fehlen könnte. 

 

Dana gab mir dann noch Einblick in ihre Ideen, was sie gerne mit mit besprochen hätte in der Stunde. Ich nickte nur ab, weil ich die Freiheit hatte, alles zu den Punkten zu äußern, was mir passte. 

 

Im Studio

Claudia und Dana bei HORADS Bild: Dana Diezemann
Claudia und Dana bei HORADS Bild: Dana Diezemann

Dann wurde es ernst: Die beiden vor uns verließen das Studio und wir nahmen unsere Plätze ein. Mir stand der Schweiß auf der Stirn. Hell, warm, Micky-Maus Kopfhörer für 1 Stunde auf den Ohren und bloß nicht zu viel bewegen beim Sprechen, sonst raschelt es oder ich spreche am Mikro vorbei.

 

Also gut. Alles auf Los.

 

Und dann erwischt mich die Nervosität doch immer (ich hab nicht gelogen, sie kommt aus dramaturgischen Gründen immer dann, wenns los geht). In Sekundenschnelle rauschen mir 1000 Gedanken durch den Kopf: 

  • Was ist, wenn man mich nicht versteht?
  • Was ist, wenn es völlig banal ist, was ich erzähle?
  • Was ist, wenn ich mich ständig verhasple?
  • Wozu erzähl ich das denn? Das weiß doch eh jeder...

 

Und wir sind auf Sendung.

 

Sendung und Musikpausen

Direkt nach dem Einspieler stellte Dana mir die erste Frage und das Gedankenkarusell musste mal eben auf den billigen Plätzen platz nehmen.

 

Wenn ich jetzt überlege, was ich erzählt habe, weiß ich das nicht mehr so genau. Es ging um G-Punkte, Penisse, Sexualität, Partnerschaften und mein Credo, dass es sich IMMER lohnt, sich mit dem eigenen Körper liebevoll zu beschäftigen.

 

Wir hatten für unseren Inhalt nur knapp 50 Minuten, weil wir Musik spielen mussten. In den Musikpausen meinte Lea: "Man müsste viel mehr über Sex reden. Du solltest das noch viel öffentlicher und öfter machen."

 

Innerlich freute ich mich darüber UND ich dachte mir: "Also so was ganz spezielles hab ich doch gar nicht gesagt. Das war doch alles voll an der Oberfläche gekratzt."

 

Auch die beiden, die vor uns auf Sendung waren, kamen und meinten, dass das voll spannend sei. 

 

Claudia und Dana beim HORADS Radio
Claudia und Dana

Was hab ich gelernt?

Das Interview verging wie im Flug und ich hab mal wieder festgestellt, dass 45 Minuten lange nicht ausreichen, um ansatzweise zu erzählen, was man alles anders machen kann in der Sexualität und wo man sich immer wieder - auch ich - in ewig gleichen Schleifen bewegt und wo man sich wieder ganz leicht rausholen kann. Deshalb hat mich Dana auch für März 2018 wieder zu sich eingeladen.

 

Ich hab gelernt, dass auch scheinbar völlig banale Dinge, wie das alleinige Aussprechen der eigenen Wahrnehmung und Empfindung, echt etwas verändern können.

 

Ich hab gelernt, dass der feste Plan, den wir uns im Vorfeld gesteckt hatten, in einem organischen Gespräch gar nicht einzuhalten ist. 

 

Ich hab gelernt, dass ich noch viel öfter und viel öffentlicher in einer natürlichen Weise über Sexualität sprechen möchte - weshalb ich am 16.9.2017 direkt beim Barcamp in Stuttgart einen Vortrag halten werde.

 

Und die beiden vor uns im Studio haben direkt etwas aus der Sendung umgesetzt und zwar erfolgreich :-) Das hab ich heute mitbekommen und ich freu mich richtig darüber :-)

 

Also: Manchmal sind die kleinen Dinge, die uns manchmal unwichtig erscheinen, doch wichtig. Und manchmal muss man sich vom Plan loseisen, um eine gute Erfahrung zu machen. 

 

In diesem Sinne viel Spaß beim Ausprobieren! Vielleicht sehen wir uns ja auf dem Barcamp.

 

Zur Sendung gelangt ihr hier: Talkmitdana

 

Bis bald!
Claudia

Kommentar schreiben

Kommentare: 0