Lustvoll Lieben - Wie du deine Lusthemmung veränderst

Vom Frust zur Lust
Lustvoll Lieben - Bild: www.pixabay.com

Kennst du das, wenn du Lust hast, aber es "kickt" nicht richtig? Wenn sich dein Partner abmüht, es jedoch nicht so richtig lustvoll wird?

 

Oder hast du entdeckt, dass du zwar Lust bekommst, aber du dich immer wieder dabei erwischst, dass du deine Lust deckelst?

 

Dann lass dich einladen, eine Geschichte mit Happy End zu lesen. Hier, jetzt:

Lust und Frust

Lust und Frust liegen manchmal ganz schön nah beieinander. Zumindest dann, wenn die Lust ausbleibt, entwickelt sich schneller Frust als einem lieb ist. Nicht unbedingt bei einem selbst, sondern bei dem Partner, der von deiner Lust mitprofitiert. 

 

Und manchmal läuft es mit dem Frust auch ganz anders. Moni (Name geändert) hat sich bei mir für ein Kennenlern-Gespräch angemeldet. Als kurze Beschreibung ihres Anliegens nannte sie folgendes: "Ich hab Lust, aber auf dem halben Weg verpufft sie immer und ich weiß nicht mehr, was ich machen soll."

 

Wenn die Lust verpufft

Auf das Gespräch war ich sehr neugierig und ich wollte alleine aus dem Anliegen heraus so gerne, dass sie sich dazu entschied, mit mir zu arbeiten. Deshalb fieberte ich diesem Termin (immer wenn ich dran dachte) entgegen.

 

Dann war der Tag da. Das Gespräch startete wie gewöhnlich: Begrüßung und meine Frage, was ihr für das Kennenlernen am Telefon wichtig ist. Darauf antwortete sie: "Weißt du, ich hab's dir ja schon geschrieben, was mich beschäftigt. Ich hab Lust, aber die kommt nie so richtig raus und wenn ich es mal versuche, verpufft sie wie ein Furz in einer Ventilatorenfabrik." Da musst ich erst einmal lachen, weil sie trotz der Frustration noch Humor hatte.

 

Ich bat sie darum, mir zu sagen, was sie sich von mir wünschte und worauf es ihr ankommt, sollten wir gemeinsam arbeiten. Das Ziel war für sie klar: "Ich möchte meine Lust leben." 

 

Damit war mein Auftrag klar: Ich sollte ihr helfen, den Weg dahin zu ebnen. Deshalb sagte ich ihr, dass ich sie begleiten werde und ihr unglaublich viele Fragen stellen werde über die Zeit und dass ich ihr immer wieder auftragen würde, Experimente zu machen. Da willigte sie ein und wir vereinbarten, dass wir zunächst einmal ein halbes Jahr zusammen arbeiten.

 

Spielerisch und neugierig zur Lust

Also machten wir uns ans Werk. Ich weiß nicht, ob sie oder ich mich mehr auf die Reise zu ihrer Lust freute. Vielleicht war es bei ihr eher die Hoffnung und bei mir die Vorfreude. Denn ganz abgesehen davon, welchen Weg wir gehen würden, war mein Gefühl, dass wir alles sehr spielerisch und forschend angehen würden. 

 

Der erste Skype-Termin (sie wohnt 400 km von mir entfernt und als Consultin und Mutter von zwei Kindern sind diese auch nicht so leicht runterzurattern) war schon spannend. Neben ihrer aktuellen Lebenssituation fingen wir an zu erforschen, wie das alles so bei ihr war. Und sie malte ein Bild, das ich bis heute sehr trefflich beschrieben finde:

 

Tief in ihr drin ist ein richtig großer Pool Lust, der wie ein heißer Vulkan immer brodelt und überschäumt. Manchmal ist es nicht so stark, manchmal bricht er aus. Doch immer dann, wenn sie dann mit ihrem Mann zusammenkommt, um das auszuleben, ist es so, als würde die Lava in ein eiskaltes Gewässer fließen und das andere Land (ihren Körper und ihren Mann) nicht mehr erreichen. 

 

Brücken bauen für mehr Lust

Das Bild war genial, denn wir erforschten, was das eiskalte Gewässer alles war, wofür es stand. Und mit der Zeit bauten wir Brücken für die Lava, um nach außen dringen zu können. 

 

Die Brücken waren Übungen, alte Gedankenmuster, Erziehungsmuster, Einstellungen, wie Frau im Bett sein darf und wie am besten nicht.

 

Damit entzogen wir dem Wasser die schreckliche Kälte und nach und nach bahnten sich Wege für sie, ihre Lust zum Ausdruck zu bringen. 

 

Ja, du darfst!

Für mich war es absolut schön mit ihr zu arbeiten und für sie waren die Erfolge schon nach einigen Wochen sichtbar. 

 

Zum Schluss des halben Jahres war es immer wieder vor allem wichtig, ihr zu sagen, dass sie ihre Lust zeigen darf - so, wie sie ist. Das machte ihr noch mehr Mut und die Lebendigkeit in ihrer Beziehung, die durch ihre größere Freiheit entstand, bekräftigten sie darin, mehr ja zu sich zu sagen.

 

Ich wünsche dir viel Freude mit deiner Lust!

Und falls du unter Lusthemmung leidest, melde dich doch gerne bei mir.

 

Alles Liebe für dich!

Claudia

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Kommentare: 1
  • #1

    Monika (Donnerstag, 28 September 2017 20:03)

    Super Artikel Claudia. Meiner Meinung nach hast du es wiedermal auf den Punkt gebracht. Ich gebe dir besonders recht mit dem Punkt, dass Frust und Lust näher beieinander liegt bei uns Frauen als bei den Männern.
    Wirklich wiedermal ein Klasse Artikel.

    Lg Monika