Mut-für-deine-Sexualität-Artikel

Mut tut Sex gut
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Keine Angst, das wird kein "Tschakka"-Artikel. Und falls du ein Mensch bist, der den "Tschakka"-Spirit braucht, dann stell dir vor, dass ich ihn dir mit voller Inbrunst vorlese und immer wieder bedeutungsschwangere Pausen mache, in denen ich dich ansehe wie die alten Western-Helden: "Ja, Joe, genau!".

 

Dieser Artikel soll dir ein bisschen Mut machen. Er soll dir helfen, dass du dir erlaubst, darüber nachzudenken, welchen Stellenwert du deiner Sexualität und deinen (sexuellen) Bedürfnissen in deinem Leben geben willst. Denn Sex gehört zum Leben dazu wie essen, trinken, schlafen und atmen.

 

Deshalb hast du es verdient, dass du dir zumindest Gedanken darüber machst, ob du glücklich damit bist.

 

 

Sex gehört zur menschlichen Gesundheit

Die Definition von Gesundheit - laut WHO - beinhaltet nicht nur das abwesend sein von Krankheit, sondern beinhaltet auch das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden. Ich teile diese Auffassung und schließe die Sexualität ganz gezielt mit ein.

 

Wie wichtig Sexualität für die körperliche UND emotionale Gesundheit ist, sieht man meist erst, wenn sie komplett fehlt oder aus irgendwelchen Gründen nur wenig stattfindet. Und auch dann, wenn sie zwar stattfindet, aber ohne nennenswerten "Mehrwert" für die Person.

 

 

Magst du mir nahe sein?

Bitte lies erst einmal weiter, bevor du wie eine Rakete in die Luft gehst, weil ich Sex und Mehrwert in einen Topf werfe. Ich habe meine Gründe.

 

Es gibt viele Frauen, die nur mit ihren Männern ins Bett steigen, "weil mans halt so macht." Und es gibt auch genügend Männer, die sich durch die Betten vögeln, "weil mans halt so macht." Der Mehrwert für die Personen bleibt im Prinzip aus. Es werden zwar Konventionen eingehalten und so weiter, aber unterm Strich bleibt ein schaler Beigeschmack.

 

Unbefriedigende Sexualität muss nicht bedeuten, dass man keinen Orgasmus hat. Es kann bedeuten, dass man sich nicht berührt fühlt, dass alles nur mechanisch ist oder reine Routine (wobei Routine als Teil der eigenen Sexualität sicher wichtig ist).

 

Sex macht einen Unterschied

Ich hatte unlängst zwei sehr berührende Begegnungen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Die eine Frau berichtete mir davon, wie blockiert sie punktuell in ihrer Sexualität war und wie erleichternd und kraftvoll ihre Sexualität nun ist, nachdem sie sich traute, diese Blockade zu lösen.

 

Die andere Frau öffnete sich mir ganz unvermittelt und vertraute sich mir an. Worum es im Detail ging, mag ich gar nicht öffentlich wiedergeben. Doch sie erzählte mir, dass es sie großen Mut gekostet hatte, alleine meine Fanpage zu liken. Weil bereits das ein riesiger Schritt für sie war. Und in der Tat: Ich freu mich für sie, denn sich mit der eigenen Sexualität tatsächlich zu beschäftigen, bedeutet oft im ersten Schritt eine riesige Portion Mut aufzubringen.

 

Sicher nicht für jede oder jeden. Und doch für viele. Zumal sich dieses Thema indirekt überall aufdrängt. 

 

Ich habe heute leider keine Lösung für dich!

Viele Menschen stehen beim Thema Sex unter großem Stress und Leistungsdruck. Das ist nicht gerade förderlich, wie du dir sicher denken kannst. Doch wenn man den Mut aufbringt darüber nachzudenken und sich damit zu beschäftigen, wird auch der Stress und der Druck geringer. Das ist eine altbekannte Weisheit: Das Unbekannte fürchten wir, das Vertraute kann uns nicht schrecken!

 

Deshalb habe ich heute keinen Lösungsvorschlag für dich. Ich wünsche dir, wenn du noch nicht genau weißt, was deine Sexualität ausmacht, den Mut, dich dir selbst zu widmen!

 

Und wenn du dann Unterstützung bei deinem weiteren Weg brauchst, geb ich sie dir gerne.

 

Claudia

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Kommentare: 2
  • #1

    Eva Laspas (Montag, 04 Juli 2016 20:09)

    Liebe Claudia, du sprichst mir aus der Seele. Leider ist Sexualität zu einem Instrument für Marketing verkommen und die Intensität und tiefe Innigkeit die in einer sexuellen Begegnung liegen können geht an vielen Menschen vorbei.
    Schade, Sexualität ist so ein natürliches Mittel zur Beziehungs- und Gesundheitspflege.
    Lg aus Wien
    Eva

  • #2

    Claudia (Montag, 04 Juli 2016 22:30)

    Danke, liebe Eva, für deinen Kommentar! Ja, ich stimme dir zu. Vor allem das Thema Gesundheit ist ein ganz wichtiger Aspekt, den viele vergessen.
    Liebe Grüße!