6 Symptome, die Dir sagen, dass sich dranbleiben lohnt - und 7 Tipps, wie es Dir gelingt!

(c) Unspleash - pixabay
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Dieser Blogeintrag ist für alle Frauen, die kurz davor sind, das Thema Sex für immer ad acta zu legen. Er ist auch für all diejenigen Frauen, deren Vagina gefühlt bereits unter einer Zentimeter dicken Staubschicht verborgen ist. 

Und es ist ein Artikel für die Frauen, die bereits den Mut haben, sich auf den Weg zu ihrer tiefen, unverfälschten Lust zu machen.

 

Denn es geht um das Thema dranbleiben, wenn es mal stockt. In den nächsten Minuten erfährst Du die häufigsten Symptome des Aufgebens und was Du tun kannst, um dennoch am Ball zu bleiben.

 

1. "Ich bin eigentlich ganz zufrieden mit meinem Sexleben gerade."

Diesen Satz höre ich ganz oft. Und EIGENTLICH hört er sich doch ganz gut an, oder? 

 

Nein, nicht WIRKLICH.

 

Übersetzt heißt dieser Satz eher so etwas wie

  • "Frag nicht."
  • "Welches Sexleben?"
  • "Ich ignoriere dieses Thema großzügig, dann ignoriert es mich auch."
  • "Ich hab schon soooo viel gemacht, aber es ist einfach noch nicht so, wie ich es mir vorstelle."

Hinter diesem Satz befinden sich häufig Ängste vor dem, was darauf wartet, wenn man sich dem Thema widmet. Sicherlich kennst Du das aus anderen Lebensbereichen auch.

Im Prinzip ist dieser Satz nur eine Ausweichstrategie, die mehr oder weniger dazu verführt, die Flinte ins Korn zu werden. 


Der Satz fällt im Übrigen häufig, bevor der erste große Meilenstein erreicht ist!


2. Du vernachlässigst Deine Sexdates mit Dir - und mit Deinem Partner

Du bist voller Motivation, Dein Sexleben wieder in Schwung zu bringen. Deshalb hast Du Dir Termine im Kalender eingetragen und ganz fest vorgenommen, diese auch einzuhalten. 

 

Doch nach den ersten paar Wochen, lässt Du das erste Date mit Dir oder Deinem Partner ausfallen... und dann das nächste und das nächste. Wenn Du es überhaupt geschafft hast, das erste Date einzuhalten.

 

Du fühlst Dich unter Druck gesetzt. Du hast etwas anderes zu tun. Die beste Freundin braucht UUUUUNBEDINGT Deine Hilfe - natürlich genau in diesen paar Stunden, an diesem einen Abend und sie hat absolut keine andere Person, die ihr beistehen kann.

 

Vielleicht findest Du es albern oder es ist unbequem, die Dates einzuhalten.

 

Vielleicht hast Du gerade heute keine Lust. Und nächstes Mal auch nicht. Und übernächstes Mal auch nicht...

 

Wenn Dir das bekannt vorkommt, dann wird Dir einer der unteren Punkte helfen. 

 

3. Du vergisst Dein Vaginamuskeltraining

Wenn Du bereits begonnen hast, Deine Vaginamuskulatur zu trainieren, dann passiert es öfter einmal, dass ein Phänomen eintritt, das ich den Fitnessstudio-Effekt nenne.

 

Am Anfang bist Du von Kopf bis Fuß motiviert, weil Du ein Ziel vor Augen hast: Den gestählten Körper, die straffe Haut, die Vaginamuskulatur, die Dir die höchste Lust bereiten kann. Der Weg dahin ist klar und Du hast das Gefühl, dass Dich keiner aufhalten kann...

 

Und dann kommt das Leben dazwischen. Du merkst, es benötigt doch 5 oder 10 Minuten Zeit. Und das auch noch TÄGLICH! Dann setzt folgende Gedankenkaskade ein: Morgen mach ich wieder. Ach nee, heute ist auch schlecht. Naja... täglich ist nicht so wichtig, 3 Mal die Woche reicht auch aus. 

Zwei Wochen später: Einmal die Woche reicht aus. 

Zwei Wochen später: War da mal ein Training?

 

Was Dir hilft, am Ball zu bleiben, liest Du weiter unten.

 

4. "Es tut sich gar nichts."

Oh ja! Das Phänomen kenne ich. 

 

Voller Eifer stürzt man sich an die Übungen, nimmt sich Zeit und beobachtet sich. Und nach einer Woche intensiven Zeitinvestments... hat sich so gar nichts getan.

 

Frustriert wirft man alle guten Vorhaben über Bord, den Dildo in die Ecke und das Sextagebuch in die nächste Schublade. Die weniger dramatisch veranlagten unter uns denken sich vielleicht: "Joa, hat nix gebracht. Schade. Egal."

Die Frauen mit dem Dramagen denken sich vielleicht eher: "Oh nein, nie zahlen sich meine enormen Anstrengungen aus. Ich hab jetzt so viel reingesteckt, dann hätte wenigstens ETWAS rauskommen müssen. Eine Woche VOLLER Übungen. Das bringt ja ÜBERHAUPT nichts. Ich lass den ganzen Dreck jetzt sein." ;-) (Ich gehöre im Übrigen zur zweiten Kategorie)

 

Ich kann Dich absolut verstehen, wenn es Dir so geht. Doch ich kann nur sagen: Manchmal lohnt es sich, ein bisschen länger als 1 Woche oder 1 Monat dran zu bleiben ;-)

 

 

5. "Ich hab keine Lust mehr, mich ständig mit Problemen zu befassen."

Diesen Satz höre ich meistens von den eher perfektionistisch veranlagten Frauen, die sich meist eine ganze Liste an "Optimierungsprojekten" aufgestellt haben. Wundert Dich das? Mich nicht!

 

Frauen, die bestrebt sind, ihre Probleme zu lösen, wollen oft alles auf einmal. Und ja, das kann ich auch nur zu gut verstehen. Wieso denn auf das perfekte Leben warten, wenn man alles auf einmal haben kann (weil man jetzt weiß, was man tun muss)?

 

Da kommt es schnell zu Überforderungen. Auch wenn es um Sex geht. Denn alles, was wir verändern wollen, braucht zunächst einmal Aufmerksamkeit bis es die neue Routine ist. Wenn frau sich also vorgenommen hat, ab heute 10 Kilo abzunehmen, ihr Sexleben zur höchsten Ekstase auszubauen, nie wieder nach 18 Uhr zu arbeiten und ab heute den Haushalt in absoluter Perfektion zu bewältigen, dann kann das schon zu viel auf einmal sein.

 

Wenn dann auch noch andere Lebensthemen dazu kommen - wie es in spirituellen Kreisen oft der Fall ist (ein Beispiel: Ich darf bloß nicht negativ denken! Ich darf bloß nicht urteilen und werten!), dann sind wir ganz schnell bei einem Punkt, an dem das alles auf einmal schlicht nicht stemmbar ist.

 

Dass dann Sex als Problemthema betrachtet wird und nur aus Optimierungsdruck angepackt wird, ist verständlich, verfehlt jedoch absolut den Zweck der Geschichte. Dabei sage ich nicht, dass es keine Arbeit ist, die eigenen sexuellen Potenziale zu entfalten. Aber es geht durchaus anders als mit Druck!

 

6. "Leider kommt mir immer wieder was dazwischen."

Wie bei allem, was wir uns regelmäßig vornehmen und bei dem wir uns unsicher und vielleicht auch ängstlich fühlen, schlägt das Prokrastinations-Monster unerbittlich zu. Da hast Du Dir schon so fein säuberlich die Termine gelegt, doch irgendwie kommt dann - leider leider - immer etwas dazwischen. 

 

Es ist auch völlig egal, was dazwischen kommt. Es hat ganz sicher immer irgendwie eine höhere Priorität als Dein geplantes Selbsterkunden, Dein Selbstliebedate oder Dein Sexdate.

 

Komisch, oder? 

Ich will nicht behaupten, dass es so etwas wie dringliche Notfälle nicht gibt. Doch wenn schon der Schnupfen der Kinder einer Freundin meiner Freundin als etwas zählt, was "dazwischen" kommt, dann ist es vielleicht an der Zeit, erst recht am Ball zu bleiben.

 

Darum weichen wir immer wieder aus

Die Liste der Symptome lässt sich noch nahezu endlos weiterführen. Doch ich denke, vorerst haben sich die meisten, die mit sich kämpfen oder es bereits aufgegeben haben, wiedererkannt.

 

Bevor ich jedoch zu den Tipps komme, die Dir helfen, Deine Sexploration wieder aufzunehmen  oder am Ball zu bleiben, noch ein paar Takte zu den Hintergründen, wieso wir uns immer wieder von unserer authentischen und kraftvollen Sexualität verstecken.

 

In den meisten Fällen beginnen die Frauen, mit denen ich über Sex spreche oder die bei mir im Coaching sind, sehr enthusiastisch mit den Übungen. Es ist etwas Neues und sie freuen sich auf das, was sie sich als schöne Vision ausgemalt haben. Das ist - finde ich - auch ganz wichtig, um zu wissen, ob Du da bist, wo Du sein möchtest.

 

Doch vielen Frauen ist nicht ganz klar, dass es auch Gründe gab, die sie daran hinderten, bereits JETZT ihre volle Sexfülle zu leben. Die Palette der Gründe ist sehr breit. Das kann vom sehr einengenden Elternhaus bis hin zu sexuellen Missbrauchserlebnissen reichen. Und selbst wenn es nicht so dramatische Gründe sind, die uns von unserer kraftvollen Sexualität abhalten, sind es doch häufiger Ursachen, die uns alles andere als kalt lassen.

 

Allein schon die Unsicherheit und das Ungewisse, was auf uns wartet, wenn wir dann tatsächlich in unserer vollen Lust stehen, lässt einige von uns zurückschrecken vor dem, was sie sich im tiefsten inneren Wünschen. Denn was passiert mit mir, wenn ich auf einmal wirklich VIEL Lust auf Sex habe? Was passiert, wenn ich SPASS an Sex habe? Was passiert, wenn ich das Gefühl habe, Sex zu BRAUCHEN? 

 

Ich beobachte diese Vermeidungsstrategien vor allem dann, wenn die Frauen an einem Wendepunkt, an einem Durchbruch oder an einem Schritt zum nächsten Level sind. Denn intuitiv wissen sie, dass mit dem Überschreiten dieser neuen Schwelle, ein Zurück nicht möglich ist. Es bedeutet, dass sich etwas verändert. Und das kann natürlich Angst machen. Doch genau diese Veränderungen möchten sie, sonst hätten sie nicht angefangen. 

 

Wer will nicht glücklich und sexuell satt und zufrieden sein?

 

 

Die 7 Tipps, wie Du trotzdem dran bleibst

Um diese Hürde zu erleichtern, bekommst Du jetzt ein paar Tipps, die Dir helfen können, dran zu bleiben. 

1. Suche Dir jemand, der Dich begleitet

(c) Georg Mayer - fotolia
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Meistens fällt es uns leichter etwas zu tun, wenn wir Gleichgesinnte an unserer Seite haben. Ob das ein Sportbuddy ist oder eine Lerngruppe, spielt im Prinzip keine Rolle. 

 

Auch beim Thema Sex kann es eine große Hilfe sein, wenn Du Dir Menschen suchst, die sich entdecken und erweitern wollen. Vielleicht auch solche Menschen, die ähnliche Herausforderungen haben wie Du. 

 

Das hat den Vorteil, dass Du Dich austauschen kannst, wenn Du irgendwo hängst. Die Gruppe motiviert Dich auch weiter zu machen und durch zu halten. Vor allem, wenn es im Moment nicht voran geht oder Du auf andere Widerstände stößt. 

 

Natürlich kannst Du Dir auch einen Coach suchen, der Dich über eine Weile begleitet.

 

Diese Motivationsstütze ist zwar die mit der größten Überwindung, aber sie ist auch die, die Dir auf Dauer wohl am meisten von Nutzen sein wird.

 

Vielleicht hast Du Freundinnen, die auch daran interessiert sind, sich sexuell weiter zu entdecken und entwickeln? Oder Du schließt Dich Gruppen an, die das bereits tun.

 

 

2. Mach Dir klar, WIESO Du Dich mit Deiner Sexualität befasst

Vor allem dann, wenn Du an einen Punkt kommst, an dem Du des Übens und des Dranbleibens überdrüssig wirst, lohnt es sich, wenn Du für Dich weißt, wieso Du Dich anfangs mit Deiner Sexualität beschäftigen wolltest. Denn Hand aufs Herz: Wer bleibt bei der Stange, wenn die eigenen Fortschritte so unsichtbar scheinen, weil man so in den Prozess vertieft ist, dass man sowohl den Anfangspunkt als auch das Ziel und die Vision nicht mehr klar vor Augen hat?


Deshalb mal Dir aus, wie Du Deine Sexualität leben willst. Was ist DEIN persönlicher Grund, Dich um Deine Sexualität zu kümmern?

Stell Dir dazu folgende Fragen:

  • Wie fühlt sich Dein Körper, wenn Du in Deiner sexuellen Kraft stehst?
  • Wie ist Deine innere Einstellung dann?
  • Wie beginnst Du dann jeden Tag?
  • Wie werden Deine Begegnungen mit einem Partner sein?
  • Woran sehen es andere, dass Du in Deiner sexuellen Kraft bist?
  • Woran siehst es Du?
  • Wie wird sich Dein Beziehungsleben verändert haben?
  • Wie wird sich Dein Leben sonst verändert haben?

Mal Dir dieses Bild so richtig schön aus und FÜHLE es in jeder Zelle Deines Körpers. Wenn Du magst, kannst Du sogar ein echtes Bild malen, in welchem Du dieses Gefühl darstellst. Das kannst Du dann jeden Tag ansehen und es wird Dich motivieren, dran zu bleiben.



3. Termine und Reminder

Ja, ja... Das ist das ewige Termine setzen und sie einhalten. Doch setze Dir ruhig weiterhin Termine - und das wichtigste: Nimm sie tatsächlich ernst!


Wenn Du in Deinem Kalender ein "L"/"S" einträgst, dann ist es unverfänglich und Du weißt trotzdem, was damit gemeint ist! (L = Lovetime; S = Selbstliebe).


Wenn Du eine Vorliebe für technische Spielereien und Apps hast, dann hol Dir doch auf Dein Handy die App "coach.me". Dort kannst Du Dir Aufgaben stellen und die App erinnert Dich. Du kannst sogar abhaken, wenn Du etwas erledigt hast. Das spornt noch mehr an!


Ich verwende diese App zum Beispiel, um mich an mein Vaginatraining zu erinnern. Für alles andere taugt sie mir nicht, weil ich die App dazu auch nicht ernst genug nehme. Aber bei dem, was mir wichtig ist, ist sie sehr nützlich.



4. Spaß und Freude

Auch wenn es beim sexuellen Entdecken oft ein bisschen systematisch und nach Kalender geht, ist das nicht der Sinn der Sache. Denn schließlich geht es um die schönste Beschäftigung auf der ganzen Welt!

 

Auch wenn Du Dich gerade (neu) entdeckst und Du Deinem Körper neue Dinge beibringen möchtest, ist es leichter, wenn Du es mit Spaß und Freude machst. Wenn Du eben keine Lust auf Masturbation nach Kalender hast, schaffe Dir Freiräume, in denen sich LUST entwickeln kann. Dazu ist es für viele Menschen hilfreich, sich zu bewegen und absichtslos zu streicheln. 

 

Oder Du legst Dich in Deine Badewanne und genießt die Zeit so mit Dir. Oder Du pflanzt Dich auf Dein Sofa und schaust einen Film - dabei kannst Du Dich auch verwöhnen. Schnulzen und Hollywood-Romanzen können sehr liebevoll genutzt werden. (Und wer denkt, dass Fightclub unerotisch ist, der sollte sich mal mit mir unterhalten ;-) ).

 

Und auch hier gilt: Wenn Du lieber mit anderen Deinen Körper entdeckst, dann kann das auch Spaß machen. Malt euch gegenseitig mit Fingerfarben an, massiert euch, traut euch zu experimentieren.

 

5. Entspannt und spielerisch

(c) Jill111 - pixabay
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Wenn Du wie ich eine der Frauen bist, die gerne schnell voran kommt und sich manchmal ein wenig zu methodisch und verbissen an eine Sache herangeht, dann kann es schnell passieren, dass Du enttäuscht oder frustriert bist, wenn die erwünschten Resultate "zu lange" auf sich warten lassen.

 

Unter Umständen gehst Du auch etwas zu methodisch vor und erwartest eine "wenn-dann" Reaktion. Vielleicht bist Du auch, wie sehr viele von uns, ein wenig zu leistungsorientiert.

 

Dann atme tief durch und entspann Dich erstmal. Sex und die sexuelle Entfaltung lebt zwar von Kontinuität, aber sie ist keine Arbeit, die es abzuhaken gilt. Denn sie ist nicht im eigentlichen Sinne ein Ziel, das Du erreichen kannst, sondern ein Prozess. Im Prinzip ist es wie Kuchen essen (oder etwas anderes, das Du wirklich für Dein Leben gerne isst): Du schaust es an, genießt den Duft und schmeckst und genießt jeden Bissen. Dein Ziel ist es schließlich nicht, den Kuchen endlich gegessen zu haben! Du genießt vielmehr das Essen selbst. 

 

Und genauso ist es mit dem Sex und der sexuellen Entfaltung. Und wenn es Dir zu langweilig ist, das Kuchenstück immer von der Spitze zum Rand zu essen, dann kannst Du auch erstmal das Sahnehäubchen abkratzen und dann den Boden und die Füllung zum Schluss. Also variiere Deine Selbstliebe und Deine Sexualität ganz  nach Lust und Laune - spielerisch und entspannt.

 

 

6. Notiere Deine Fortschritte und feier sie

(c) Foundry - Pixabay
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Egal, welche Veränderung Du in Deinem Leben umsetzen möchtest, die nicht ganz spontan passieren kann, ist es ratsam, sich die Fortschritte sichtbar zu machen. Sprich: Wenn Du ab jetzt eine Dreckwäsche freie Wohnung wünschst, dann ist es mit einem spontanen Einkauf im Baumarkt getan. Wäschekorb kaufen, abends Dreckwäsche rein, fertig.

Wenn Du etwas Neues lernen willst, dauert das. Falls Du eine Sportart trainierst oder ein Instrument gelernt hast, weißt Du, wovon ich rede. Und genauso ist es auch beim Sex!

 

Deshalb lohnt es sich, wenn Du Dir eine Kladde besorgst oder ein digitales Tagebuch anlegst, in welchem Du Deinen jetzigen Stand notierst und auch Dein Ziel - sofern Du eins hast. Das Ziel ist dabei nur relevant für den Abgleich, wenn Du denkst, Du seist jetzt zufrieden, weil Du den Fortschritt nicht siehst. Ansonsten notiere Dir regelmäßig, was Du Neues entdeckt hast, was Du ausprobiert hast usw. Damit machst Du Dir selbst klar, dass sich STÄNDIG neue Dinge ergeben und Du andauernd Fortschritte machst.

 

Und dann darfst Du Dich auch ausgiebig drüber freuen :-)

 

 

7. Kleines Päuschen

Wenn Du Dir das ganze Üben und Herausfinden und Notieren und Reden zu viel wird, dann mach ruhig einmal ein Päuschen! Druck wirkt sich negativ auf Deine Lust aus. Denn Du vergisst dabei das Genießen und darum geht es in erster Linie! 


Nimm Dir mal eine Auszeit vom geplanten Sex und vom Erforschen und Beobachten. Mach einfach mal nach Gefühl oder lass es. Steig in 2 Wochen wieder mit mehr Elan ein.


Oder mach Pause mit anderen Dingen, die Dir die Kraft rauben. Sex entspannt, wenn Du ihn genießt, enorm! Deshalb mach lieber Pause vom Notieren und vom Ackern und genieße die schönen Seiten am Sex.



Einfach tun!

Im Endeffekt gibt es keine bessere Weise dran zu bleiben als dranbleiben ;-) Deshalb: Egal, was Dir hilft (und ich hoffe, ich hab Dir ein paar hilfreiche Tipps geben können), TU ES! Am Schluss zahlt es sich aus und Du wirst Dich selbstsicherer, glücklicher, strahlender und zufriedener fühlen als jemals zuvor!


Und wenn alles nichts hilft, schreib mir! Dann finden wir einen Weg, dass Du die Sexualität lebst, die genau zu Dir passt!


In diesem Sinne: Viel Spaß und Durchhaltevermögen ;-)


Claudia



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Kommentare: 2
  • #1

    Dagmar K. Raimund (Sonntag, 18 Oktober 2015 12:47)

    Liebe Elisabeth,
    danke für diesen wundervollen Blog-Artikel!
    Auch als Sexualberaterin ist Frau nicht davor gefeit, dass die "schönste Sache der Welt" im Vielerlei des Alltags zur unbeachteten Nebensächlichkeit verkümmert. Trotzdem man sich ja eigentlich schon aus beruflichen Gründen viel mit dem Thema beschäftigt.
    Wie für vieles andere in unserem Leben gilt eben auch für die eigene Sexualität und die dazugehörige Lust-Muskulatur: Use it or loose it! Und um eine liebe Kollegin zu zitieren: "Es gibt keine bessere Weise dranzubleiben als dranbleiben!" ;0)
    (Den Satz solltest du dir "patentieren" lassen!)
    Glg Dagmar

  • #2

    Claudia Huber (Sonntag, 18 Oktober 2015 17:27)

    Hallo Dagmar,

    danke für deinen Kommentar!
    Und ja, du hast absolut Recht. Mir gehts auch manchmal so, dass ich meine eigene Sexualität im Alltagstrubel vernachlässige. Da ist "wieder einsteigen" das effektivste.

    Das mit dem Patent überlege ich mir ;-)

    Liebe Grüße
    Claudia