Das Geschlecht in aller Munde - danke Lann Hornscheidt

Die Gender-Diskussionen brechen - zum Glück - nicht so schnell ab, wie das bei vermeintlich oberflächlichen Themen immer wieder der Fall ist. Lann Hornscheidt hat eine Professur für Gender Studies an der Humboldt-Universität in Berlin und bringt das Thema gendergerechte Sprache wieder auf das Tablett.


Kritiker sagen, dass wir wichtigere Themen in der Öffentlichkeit zu diskutieren und lösen haben. Ja, ich stimme ihnen teilweise zu. Denn das Gender-Thema ist ein Thema, das keine Kindermägen füllt und das alleinerziehenden Müttern ermöglicht, ihre Kinder zu erziehen ohne sich dabei Vollzeit durch einen Arbeitgeber ausbeuten zu lassen. Und es löst keinen Kriegskonflikt und auch keine (selbstproduzierten) Energieprobleme.


Doch das Thema trifft uns alle in unserer Identität. Den einen vielleicht nur oberflächlich, den nächsten jedoch sehr tief. Wir alle haben das Bedürfnis erkannt und gesehen zu werden. Das geht Männern wie Frauen wie sich keinem Geschlecht zugehörig fühlenden Menschen gleich! Unsere Sprache ist ein Ausdrucksmittel, das das Erkennen deutlich macht.


Dass das Bedürfnis, GESEHEN und ERKANNT zu werden, so viele negative, aggressive und bedrohliche Reaktionen zum Vorschrein bringen, hat mir sehr erschreckt.


Weiteres kannst du von mir hier dazu hören: Podcast Gendergerechte Sprache.


Was denkst du dazu?


Bis bald

Claudia

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