Das Zyklus-Prinzip

Vollmond
by Andrea Maucher (www.farbundstilreich.de)

Gestern lief noch alles wie am Schnürchen. Die Arbeit ging mir locker flockig von der Hand, die Sonne schien, ich hab mich wohl gefühlt und bin mit mir und der Welt im Einklang.

Heute sitze ich da und frage mich: WAS zum Henker hat sich über Nacht getan? Im Prinzip nichts, doch die Arbeit geht ein wenig mühsamer und ein kleiner Kasper scheint mir auf der Schulter zu sitzen und mir zu sagen: "Jetzt mal bitte die Mundwinkel nach unten".

Wer kennt das nicht? An einem Tag ist alles perfekt, am nächsten könnte man aus vollem Halse "SCHEI.:!!!" schreien.


Oft genug geht es wenigstens mir so. Und dann erinnere ich mich an etwas, das ich das Zyklus-Prinzip nenne.

Das Zyklus-Prinzip hat, glaube ich, unendlich viele Namen. Ja, es ist ein Naturgesetz. Ganz plump ausgedrückt, kann man es so ausdrücken:

Alles, was ist, vergeht, transformiert sich und kommt in anderer Form wieder. Es ist der Leben-Tod-Leben-Zyklus.

Das sehe ich in so ziemlich allem, wenn ich mit offenen Augen die Welt um mich und in mir beobachte.


Denn, um auf den Anfang zurück zu kommen, wenn ich dann wieder einen "Schei**"-Tag hatte, kommt irgendwann auch wieder ein richtig guter.

Das Zyklus-Prinzip ist überall

Die Natur zeigt uns das Prinzip sehr deutlich: Pflanzen wachsen und sterben und kommen wieder (also die Nachkommen... in veränderter Form). Die Jahreszeiten kommen und gehen. Der Mond wird voll und dann ist er - für uns - nicht mehr zu sehen.


So wie die Natur das immer und immer wieder ganz selbstverständlich vormacht, geht es uns im Prinzip genauso, da wir Teil der Natur sind.

Der weibliche und der Mondzyklus

Das Leben unterteilt sich in große und kleine Zyklen: Von der Geburt bis zum Tod, von einer Lebensphase in die nächste, von einem Tag zum anderen.


Für uns Frauen hat der Mondzyklus, den wir am Himmel beobachten können, eine ganz besondere Bedeutung. Wir sind durch unseren hormonellen Zyklus an ihn angebunden, da sich die Phasen annähernd gleichen:

Während der Periode sind wir in unserer Neumond-Phase: die "alte" Gebärmutterschleimhaut verabschiedet sich.

Dann nimmt der Mond wieder zu, eine neue Eizelle reift heran und die Gebärmutterschleimhaut fängt an, sich von Neuem aufzubauen.

Wenn der Mond voll am Himmel steht, ist das die Parallele zur Eisprungphase.

Dann nimmt der Mond wieder ab, die Eizelle wandert weiter, die Gebärmutterschleimhaut beginnt sich wieder abzubauen, bis sie an Neumond wieder ausgeschieden wird.


So beginnt ein neuer Zyklus.


Die Zyklen achten und annehmen

Wenn wir die natürlichen Zyklen in und um uns herum achten und annehmen, fällt es uns leichter, mit den Hochs und Tiefs umzugehen.


Ich weiß zum Beispiel, dass ich mich während meiner Periode lieber zurückziehe, um Zeit für mich zu haben. Meine Termine lege ich sehr locker und wenn ich doch einen sehr vollen Tag habe, schaue ich, dass ich die Zeit, die ich habe, gut für mich verwende.


Und ich achte auf den Mond und auf die Qualität, die er im Moment hat. Ich räume mir die Zeit ein, kleine Rituale zu feiern. Ja, es muss nicht immer das große Tamtam sein. Es reicht ein bewusster Impuls.


Wenn ich also wieder mal schlecht drauf bin, zähle ich langsam bis 10, atme dabei tief ein und aus und sag mir: Morgen sieht die Welt sowieso wieder anders aus. Und manchmal passiert es dann, dass sich die Welt sofort verändert :-)


Wie geht es dir mit den kleinen und großen Zyklen im Leben? Was machst du, wenn scheinbar nur alles sch*** ist?


Ich freu mich auf deine Antwort

Claudia

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