7 Dinge, die das sexuelle Feuer von Frauen am Brennen halten

violette Blume

Wenn ich unbekannten Menschen erzähle, was ich beruflich mache, kommt vor allem von Männern, die in langjährigen Beziehungen sind die Frage:

"Was kann ich machen, dass meine Freundin wieder Lust auf Sex hat?"

Wenn ich den Männern dabei in die Augen sehe und bemerke, dass sie einfach nicht mehr wissen, was sie machen sollen (denn, wenn man ihnen zuhört, haben sie von A bis Z alles versucht), wecken sie in mir echtes Mitgefühl und würde sie am liebsten in den Arm nehmen und sagen:

 

"Hast du zwei Stunden Zeit, dann erklär ich dir das ausführlich."

 

Ja, ich kann es sehr gut nachvollziehen, wie die Männer darunter leiden, denn wir Frauen tun es auch.

 

Deshalb versuche ich hier so knapp wie möglich und so ausführlich wie nötig, wesentliche Punkte zumindest zu nennen, die - vor allem in längeren Beziehungen - für die weibliche Lust sehr von Bedeutung sind.

 

Zeige ihr, dass du dich kümmerst

Das hört sich banal an, ist es jedoch keineswegs.

 

Frauen sind wie Blumen: um sich entfalten zu können, brauchen sie Wertschätzung, Achtung und das Zeichen, dass sie ihrem Mann wichtig ist. Damit will ich sagen: Weibliche Sexualität beginnt nicht erst 5 Minuten vor dem eigentlichen Akt, nein... Das ist - vor allem in Beziehungen - ein ständiges Investment (um das jetzt ganz kühl zu berichten).

 

Für Frauen zählen die kleinen Dinge im Leben, auch die, die am Anfang - in der Flirt- und Werbungsphase - so selbstverständlich sind.

 

Liebe Männer, am Anfang einer Beziehung ist das Sexleben bombastisch. Für euch UND für eure Partnerinnen. Man kommt ja quasi kaum aus dem Bett, kann die Finger kaum voneinander lassen.

 

Doch dann kehrt der Alltag ein und die Frequenz des Sex wird immer geringer.

 

Was hat sich geändert?

 

Könnt ihr euch erinnern? Am Anfang versucht ihr, euren Frauen den Hof zu machen. Ihr kauft ihr Blumen, ihr nehmt eurer Liebsten den Abwasch ab, ihr tragt beim Shoppen ihre Einkaufstaschen, ihr überrascht sie mit kleinen Aufmerksamkeiten, ihr bestellt den Tisch in ihrem Lieblingsrestaurant.

 

Wie viel davon tut ihr noch nach 2 Jahren oder 5?

 

Nein, Frauen verlangen das nicht mit Absicht. Im Gegenteil, es ist biologisch sogar SINNVOLL, dass wir Frauen auf diese Dinge achten und Wert legen. Schließlich wollten wir vor Urzeiten jemand, der in uns und in den möglichen Nachwuchs investiert, der uns etwas abnimmt. Und das hat sich bis heute nicht verändert.

 

Schau ihr tief in die Augen

In Yoni-Massage-Sitzungen leitet man die Massage gewöhnlich mit einem langen, tiefen Blick in die Augen ein.

 

Das hat einen Grund: Frauen bauen über Blickkontakt Verbindung auf. Die Kommunikation über die Augen ist uns sehr wichtig! Daran erkennen wir die Gefühle und die Gemütslage unseres Gegenübers. Und mit wem wünschen wir uns den meisten Austausch und Kontakt? Mit unseren Partnern!

 

Deshalb schau deiner Partnerin öfter aufmerksam direkt in die Augen. Schau auf von deinem PC oder Smartphone, wenn du mit ihr sprichst. Und integriere diese Kommunikationsbahn in deinen Alltag mit ihr.

 

Sprich mit ihr

Das Thema Kommunikation ist extrem vielschichtig. Doch hier geht es darum, die du als Mann wieder die Lust deiner Frau wecken kannst oder wie du als Frau besser fassen kannst, was dir im Allgemeinen fehlt.

 

Zu allererst ist eine Grundlage zu Klären: Männer und Frauen haben definitiv andere Kommunikationsmuster! Das ist mittlerweile gut belegt.

 

Und so sieht es auch in puncto Stress aus. Das gestresste und angestrengte Gehirn eines Mannes braucht Ruhe. Das gestresste und angestrengte Gehirn einer Frau braucht das Reden.

 

Ein plakatives Beispiel: Er kommt von der Arbeit nach Hause und möchte erstmal nichts hören und sehen. Sie hatte einen ebenso erlebnisreichen Tag und würde am liebsten alles mit ihm besprechen. Doch der Mann ist gar nicht dazu in der Lage. Und schon haben wir das erste Streitthema.

 

Und da kommen wir zum zweiten Unterschied: Frauen "müssen" über emotionale Themen sprechen, um den Kontakt zu ihrem Partner zu halten.

Das männliche Gehirn reagiert darauf eher mit Stress und stößt enorm viel Dopamin aus. Und auf einmal scheint er zu "mauern". Je mehr er jedoch mauert, desto weniger ist sie bereit zu schweigen, denn das Schweigen bereitet ihr Stress.

 

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Männer und Frauen ihre gegenseitigen Verschiedenheiten kennen, damit sie damit umgehen können.

 

Liebe Frauen: Lasst den Männern einfach manchmal ein bisschen Zeit zum Entstressen. 20 Minuten Ruhe (vor allem bei Streitgesprächen) helfen Wunder, damit sich das Dopamin auch wieder abbauen kann.

 

Liebe Männer: sprecht mit euren Frauen. Frauen müssen reden, um ihren Stress zu reduzieren. Gebt ihnen liebevoll zu verstehen, wenn ihr eure 10 Minuten Pause braucht und versichert ihnen, dass ihr danach wieder bereit seid weiterzusprechen (und am besten berührt ihr sie in diesen Situationen).

 

Streichel sie, umarme sie, küsse sie

Das ist zwar bekannt, dennoch oft ein Punkt, den Frauen in langen Beziehungen beklagen: "Wir kuscheln zu wenig", "Er streichelt mich gar nicht mehr, nur wenn er Sex will".

 

Was für Männer einfach nicht in diesem Ausmaß wichtig ist, ist für Frauen quasi essentiell.

 

Es gibt Studien, die belegen, dass sich der Blutdruck senkt und mehr Oxytocin (Bindungshormon) ausgeschüttet wird, wenn Frauen gestreichelt werden. Und das schon AB 10 Minuten. Bei Männern ist das jedoch nicht so. Deshalb verstehen Männer häufig nicht, wie wichtig diese NICHT-SEXUELLEN Berührungen für Frauen sind.

 

Deshalb, liebe Männer, berührt eure Frauen, streichelt sie liebevoll, nehmt sie einfach herzlich in den Arm. Frauen BRAUCHEN einfach mehr Körperkontakt, der nicht sexuell ist, sondern Aufmerksamkeit zeigt.

 

SAG ihr, dass du sie schön findest

Auch wenn es emanzipierte Frauen oft nicht wahrhaben wollen, brauchen wir Frauen es, dass unsere Partner uns sagen "Du bist die Schönste für mich!"

 

Zumindest ein "Du bist schön" oder "Du bist hübsch". Denn damit zeigt ihr euren Frauen, dass ihr sie annehmt, wie sie sind. Frauen fühlen sich dann attraktiv.

 

Damit sich Frauen sexuell völlig hingeben können, brauchen sie es in gewisser Weise, sich in sich selbst versinken zu können. Und das geht nicht, wenn man ständig dran denken muss, dass man den Bauch einziehen sollte, die Orangenhaut kachieren möchte, sich Gedanken macht, ob dem Partner die Yoni gefällt oder ob es dem Partner gar unangenehm ist, wie sie riecht.

 

Deswegen sollten Männer bewusst ihre Bewunderung zum Ausdruck bringen, damit wir Frauen uns öffnen können. Und zwar ernst gemeint. Denn auf oberflächliche Schleimereien können wir sehr wohl verzichten.

 

Die richtige Balance zwischen Sicherheit und Abenteuer

Ja, jetzt kommen wir an einen mindestens ebenso ausufernden wie wichtigen Punkt wie es bei der Kommunikation der Fall ist.

 

Frauen stehen auf Männer, die Abenteuer versprechen... Und heiraten Männer, die ihnen Sicherheit bieten.

 

Doch die Lust auf Abenteuer stirbt nicht mit dem Trauschein. Wenn sich Frau dann für den "Sicherheitsmann" entschieden hat, höre ich immer wieder "Weißt du, ich liebe ihn von Herzen und er macht auch alles richtig. TROTZDEM wünscht ich mir, dass er mich wenigsten AB UND ZU überrascht. Weißt du, früher war er so kreativ."

 

Tja, und so ist es. Wir wünschen uns sichere Partner, die AUCH Abenteuer bieten.

 

Also reserviert den Tisch mal selbst, überrascht sie mit Blumen, macht mal etwas ungeplantes, was ihr Spaß macht.

 

Der Alltag ist und bleibt wichtig

Da schließt sich ein wenig der Kreis: Das Alltagsleben spielt für Frauen eine enorme Rolle für die weibliche Lust. Denn die prinzipielle Bereitschaft mit einem Mann zu schlafen, entscheidet sich nicht erst in den 10 Minuten vor dem eigentlichen Akt. Das kann ich gar nicht genug betonen.

 

Jedes grobe Wort, jedes nicht-tun, jede Aktion wird in die Rechnung eingesponnen. Solange die Frau unterm Strich das Gefühl hat, dass der Mann sich Kümmert, sie wertschätzt, ihr Achtung entgegenbringt und ihr Aufmerksamkeit schenkt, ist sie im Allgemeinen offener für Sexualität.

 

Kurz zusammengefasst

Das heißt: Liebe Männer,

  • beachtet eure Frauen,
  • Bringt eure Socken selbst in den Wäschekorb, erklärt dem Nachwuchs das Rad fahren (oder was auch immer im Alltag da ist),
  • nehmt sie in eure Arme,
  • schaut ihnen in den Augen,
  • streichelt und kuschelt mit den Frauen, auch OHNE Sex (das kommt von alleine),
  • sprecht mit ihnen (MIT Augenkontakt),
  • vergesst euren inneren Verführer nicht. (Ab und an eine Überraschung (am besten um den Eisprung eurer Partnerinnen) oder etwas "anderes" als normal wirkt Wunder.)
  • Sagt euren Frauen, dass ihr sie schön findet.

 

Ja, es scheint trivial zu sein. Doch wäre es so, würden wir alles von alleine umsetzen. Und ja, jede Frau ist anders (und jeder Mann auch), doch was eure Frauen wichtig ist, könnt ihr ausprobiern UND erfragen. Oder hört ihnen zu. Sie sagen euch, was sie brauchen auf ihrer eigenen Sprache.

 

Welche Erfahrung habt ihr damit?

 

Ich freu mich auf eure Antworten.

 

Claudia

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Kommentare: 9
  • #1

    Ruth (Mittwoch, 23 Juli 2014 16:39)

    ......und Männer: Werdet ihr zu "Söhnen", sprich Paschas und delegiert zuviel an eure Frauen,dann verlieren sie den Respekt und die Achtung vor euch. Dann nützen auch all die gut gemeinten Ratschläge und Tipps nichts mehr. Ist die seelische Ebene zerstört, kann eure Frau mit und durch nichts mehr entflammt werden.

  • #2

    Jolanda (Mittwoch, 23 Juli 2014 17:10)

    also ich brauche keine Blumen geschenkt bekommen die gefallen mir am Besten dort wo sie wachsen, lebendig mit ihren Wurzeln verbunden, Wildblumen sind für mich oft die kraftvollsten u schönsten, und nicht abgeschnitten und nach ein paar Tagen tod, und Tisch reserveiren zum Essen gehen... auf so eien Idde bin ich selbst noch nicht gekommen :) bekocht werden zB kann schön sein. ob ich gut aussehe oder nicht, weiss ich selber, und ich finde es schade, dass Schönheit als Wert so vorrangig ist... vielmehr freu ich mich, wenn jemand das gut findet, was ich in die Welt bringe - das ist soooo viel wichtiger!!!!! unser Schönheitsbild kommt sowieso nur selten aus uns selbst sondern ist das Produkt und Resultat jahrzehnter langer Prägung.... - ansonsten Danke dafür, dass Du uns an etwas erinnerst, dass wir immer wieder vergessen :) (wobei ich selbst manchmal Ruhe brauche um Stress verarbeiten zu können, frag mich jetzt, ob das ein resultat davon ist, dass es phasenweise nur die Möglichkeit gab, mir mit mir selbst alles auszumachen? ich brauche jdfalls v meinem Wesen her Ruhe um in meine Kraft zu kommen, für Kreativität u alles einfach!!!) u dafür kenn ich Männer, die brauchen das reden, um emotionalen Stress abzubaun u zu reden... ich Danke Dir jd-falls sehr u viel Freude m Deiner Arbeit. mögest Du viele Frauen u Männer beschenken <3

  • #3

    Jolanda (Mittwoch, 23 Juli 2014 17:23)

    sorry, ich mein ich kenn Männer, die brauchen das reden, um emotionalen Stress abzubaun u * um sich verbunden zu fühlen... :)

    Namaste

  • #4

    Petra (Mittwoch, 23 Juli 2014 20:05)

    Super toller Beitrag- Erklärung mit Zusammenfassung!Hat mit sehr sehr gut gefallen!!:-)..Genauso ticken,viele Frauen ( sicher nicht, Alle)..ich zu-mindestens schon:-))..hab mich wieder gefunden darin!:-)..und Männer sind ja lernbereit ( und dankbar, für solche TIPPS) so wie wir, Frauen auch..:-)))....Alles Gute u. weiter mit solchen tollen Berichten,die eben leicht verständlich und auf den Punkt gebracht sind!!!ganz liebe Grüße, aus Österreich Petra:-))

  • #5

    Robert Heeß (Mittwoch, 23 Juli 2014 20:45)

    Wenn wir uns üben - ob Männer oder Frauen -, nichts für selbstverständlich anzusehen, bleiben wir wach: für unsere Wünsche, Träume, Sehnsüchte, für unsere Beziehungen, für das Gegenüber. Und dann? Das Schöne ist, dass dann Claudias neun Tipps ganz von selbst aus dir fließen. Ehrlich gemeinte Äußerungen von Zuneigung, Verbundenheit, Begehren und Liebe. Und wenn es (über längere Zeit gesehen) nicht aus dir fließt, ist es wahrscheinlich an der Zeit, in Respekt, Würde und Liebe auseinander zu gehen. Das ist möglich, auch wenn wir es selten beobachten können.

  • #6

    Claudia (Mittwoch, 23 Juli 2014 22:59)

    Danke, euch allen, für eure wunderbaren Beiträge!

    Liebe Ruth, ja, da stimme ich dir zu. Für Sexualität in der Paarbeziehung ist es nötig, dass BEIDE Partner auf der Erwachsenenebene sind. Weder sollten Männer, noch Frauen in ihre Kind-Rolle schlüpfen. Die Frauen dürfen auch lernen, weniger die Mutter zu sein für den Partner.

    Liebe Jolanda, ja, ich möchte auch lieber die Blumen im Topf oder im Garten (oder im Wald) sehen. Blumen sind eben Klischee. Und bekocht werden ist wunderbar! Das Schönheitsbild spielt bei der Weise, wie ein Mann das zu seiner Partnerin sagt, keine Rolle. Die innere Schönheit ist da definitiv wichtig! Ich kann dich gut verstehen, dass du deine Ruhe benötigst, um zur Ruhe zu kommen. Mir geht das zeitweise auch so. Manchmal möchte ich jedoch auch reden. Ein Schwarz-Weiß-Malen ist selten wirklich förderlich. Die Persönlichkeit spielt IMMER eine Rolle.

    Liebe Petra, danke für deinen Beitrag. Schön, dass du dich darin wiederfindest. Ich schick dir liebe Grüße nach Österreich!

    Lieber Robert, ja, da bin ich völlig bei dir! Manchmal ist es auch gut die innere Haltung durch Verhalten zu ändern. Denn woher die kognitive Dissonanz kommt, spielt im Endeffekt keine Rolle. Solange ehrliche Absichten dahinter stehen, ist das alles erlaubt!

  • #7

    Pia (Mittwoch, 23 Juli 2014 23:43)

    Ich finde deinen Beitrag Thema Sexualität toll.
    Du hast einige Themen angeschnitten und drauf hingewiesen, das es doch einiges an Möglichkeiten gibt etwas zu ändern, wenn es nicht mehr so läuft.

    Ist es nicht schön zu wissen, das man es selbst in der Hand hat, es auch wieder dorthin zurück zuführen, freudigen lebendigen Sex zu erleben und dies be-ständig zu erleben.
    Manchen Menschen ist es auch oft nicht bewusst, was der Grund sein könnte, warum es nicht mehr so läuft.
    Du hast einige Themen angeschnitten und ich glaube das darin sich einige wieder finden werden.
    Danke Dir, das uns daran teilhaben läßt

  • #8

    Claudia (Montag, 20 Oktober 2014 21:26)

    Liebe Pia,
    danke für deinen Kommentar. In der Tat sind es oft die vermeintlichen Kleinigkeiten, die man wieder mehr in den Fokus stellen muss.
    Und ja: Wir haben unser Sexleben IMMER selbst in der Hand. Egal, ob wir in Partnerschaften oder alleine sind. Und auch die längste Beziehung KANN sexuell noch spannend sein, wenn beide sich aneinander freuen und in Kontakt bleiben!

  • #9

    Joachim (Freitag, 10 April 2015 01:00)

    Danke für die offenen Tipps. Ich werde es ausprobieren. Mit viel Geduld.
    Danke!