Gib deiner Lust eine Stimme

Luststimme

Hattest du schonmal das Vergnügen eine Frau dabei zu hören, wie sie ihre Lust durch die Stimme ausdrückt?

 

Hast du es also schon einmal erlebt, andere Menschen beim Sex (unfreiwillig) zu belauschen?

 

Was ging dir dabei durch den Kopf?

 

Kamen dir Gedanken wie: "Jo, is ja jut jetz..." oder "Das ist ja peinlich." oder "Was soll das jetzt? Geht das nicht leiser?".

 

Wenn ja, dann bist du damit nicht alleine.

Was soll das Gestöhne???

Früher habe ich mich oft gefragt, was dieses "Rumgestöhne" eigentlich soll. Ich empfand es sogar als nervig. Teilweise empfand ich es auch als künstlich, da ich die Stöhn-Action meist nur aus Pornos kannte.

 

Doch eine leise Stimme in mir blieb immer neugierig. Deshalb ging ich auch dem Phänomen "Stöhnen" auf den Grund.

Und es hat tatsächlich einen Sinn

Liebe Frauen, unsere Körper sind fabelhaft!!!

 

Das Stöhnen hat nämlich tatsächlich einen Sinn. Unsere Stimme ist ein wichtiger Schlüssel, um Sexualenergie zu wecken!

 

Da die Yoni über Nervenbahnen mit dem Gehirn und auch mit dem Stimmapparat verbunden ist, ist das auch ganz logisch erklärbar.

Das erzählen Frauen immer wieder

Frauen stellen immer wieder fest, dass sie beim Liebesspiel irgendwie nicht so richtig im Fluss sind oder erst gar nicht in Fahrt kommen. Wenn das der Fall ist, frage ich danach, wie sie atmen.

 

Meist berichten sie, dass sie flach oder gepresst atmen. Manche halten sogar die Luft an beim Lieben.

 

Damit erreichen die Frauen dann eins: Wenn Lust da war, wird sie effektiv am Fließen gehindert. Das aufkommende Lustgefühl wird unterdrückt und die sexuelle Energie darf sich nicht im Körper entfalten.

Die magere Atmung unterdrückt auch die aufkommende stimmliche Lustäußerung - also das Stöhnen.

 

Es gibt viele Gründe, wieso Frauen ihrer Lust nicht über die Stimme äußern. Ich kann die Gründe durchaus nachvollziehen.

Doch wir schränken uns ein, wenn wir uns die Möglichkeit nehmen, unsere Lust durch unsere Stimme auszudrücken.

 

Und nichts anderes ist es: stimmlicher Ausdruck der eigenen Lust.

 

Unsere Stimme ist Transport- und Ausdrucksmittel unserer Emotionen und Gefühle. Jede Nuance ist über unsere Stimme hörbar. Und wir geben auch nahezu jedem Gefühl einen stimmlichen Raum.

Unsere Lust wird oft jedoch künstlich stumm geschaltet.

 

Wieso überhaupt?

Gründe, wieso "man nicht stöhnt"

Hier kommen die meisten Gründe gegen das Stöhnen:

 

"Mein Partner könnte das stören."

 

- NEIN! Anfangs ist er vielleicht irritiert. Doch wenn er die Stimme deiner Lust kennt, wird er sie lieben. Es ist schließlich ein lebendiges Feedback von dir!

 

"Es ist mir so peinlich."

 

- Zugegeben, wenn du deine Luststimme noch nicht kennst, ist sie ungewohnt. Vielleicht ein wenig erschreckend, denn Lust äußert sich sehr vielseitig und manchmal animalisch. Anfangs vielleicht nicht. Doch die Stimme entwickelt sich und transportiert die lust immer befreiter, wenn du es zulässt.

So kannst du deine Luststimme entwickeln

Wenn du deiner Lust eine Stimme geben möchtest, kannst du damit beginnen, indem du deinen Emotionen einfach wortlos Ausdruck verleihst.

 

Halte dazu inne. Frage dich, wie es dir im Momen geht. Drücke es über verschiedene Töne aus, ohne dabei zu sprechen. Du kannst schreien, keuchen, brabbeln, kreischen, stöhnen, egal. Gib deinen Emotionen und Gefühlen einen stimmlichen Ausdruck.

 

Tu es in der Dusche, beim Autofahren, beim Spazieren (stöhnen beim Autofahren kann sehr entspannend sein ;-) ).

 

Du kannst das auch mit einer Freundin/einem Freund üben.

Wenn du magst, beginne dann für dich damit, wenn du dir selbst Lust bereitest, deiner Lust dabei Stimme zu geben. Gerade beim Ausatmen bietet es sich an, Töne von sich zu geben.

 

Wenn du dich mit deiner Luststimme vertraut gemacht hast, kannst du ihr jederzeit Raum im Liebesspiel mit einem Partner geben.

 

Damit unterstützt du deine sexuelle Energie und deine Lust.

Viel Freude beim Ausprobieren!

 

Wenn du magst, berichte mir hier oder per Mail von deinen Erfahrungen!

 

 

Bis bald

Claudia

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